Wechsel an die Universität Eichstätt zum 1.1.2011

Die Würfel sind gefallen: Am 1. Januar 2011 werde ich an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt den Lehrstuhl für Journalistik I von Walter Hömberg übernehmen. Die Entscheidung, die TU Dortmund zu verlassen, ist mir nicht leicht gefallen – aufgrund des hervorragendes Klimas am Institut für Journalistik, der kompetenten Kolleginnen und Kollegen, des großen Engagements der Studierenden und des integrativen Ausbildungskonzepts. Ich werde dem Dortmunder Institut für Journalistik immer freundschaftlich verbunden bleiben.

Aber natürlich freue ich mich auf die neuen Aufgaben in Eichstätt – und darauf, an meine alte Universität zurückzukehren. Dort habe ich studiert und promoviert und war an dem Lehrstuhl Wissenschaftlicher Mitarbeiter, auf den ich jetzt berufen wurde.

Hoffentlich gelingt es uns, die beiden einzigen noch verbliebenen grundständigen Journalistik-Angebote an deutschen Universitäten – in Dortmund und Eichstätt – fester aneinander zu binden.

Abschied von der Hochschule Darmstadt

Mit bewegenden Worten, ermutigenden Geschenken und ein paar Tränen in meinen Augen haben mich die Kolleginnen und Kollegen und die Studierenden der Hochschule Darmstadt verabschiedet. Danke für alles! Ich werde die Studiengänge Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus nie vergessen.

In diesen Tagen habe ich den Ruf auf eine Professur am Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund angenommen. Die Darmstädter/Dieburger Abschiedsgeschenke – u.a. BVB-Fanausrüstung, eine “Gebrauchsanweisung für das Ruhrgebiet” und ein Verzehrgutschein vom Curry Heini – werden mir den Start am 1. September sicher erleichtern.

Ruf an die Universität Dortmund

Eigentlich ist es nicht üblich und sinnvoll, sich öffentlich zu einem Ruf auf eine Professur zu äußern, bevor die Bleibeverhandlungen an der alten Wirkungsstätte und die Berufungsverhandlungen an der eventuellen neuen begonnen haben. Mein Ruf an das Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund ist indes schon so öffentlich geworden, dass ich mit der Tradition der Nicht-Äußerung brechen muss. Da parallel mit mir der bekannte Fernsehjournalist Michael Steinbrecher berufen wird, hat die Universität beide Rufe in einer ausführlichen Pressemitteilung bekannt gegeben und das Institut auf der Homepage darauf hingewiesen. Nicht nur regionale Medien in NRW, auch überregionale Medien wie Spiegel online haben darüber berichtet. Und schließlich hat Ulrich Pätzold, der Vorgänger auf dieser Professur und einer der Gründungsväter der Journalistik in Deutschland, hier auf meiner Website schon gratuliert. Aufgrund der Veröffentlichungen habe ich schon viele Glückwunsch-Mails und -Telefonate erhalten.

Ich freue mich sehr, dass mich das renommierte und größte deutsche Journalistik-Institut in Dortmund als W3-Professor für crossmediale Entwicklung des Journalismus berufen hat. Dieser Lehrstuhl bietet unglaubliche Chancen, in Forschung und Lehre den Medien- und Journalismuswandel zu begleiten. Gleichwohl stehen jetzt erst die Verhandlungen an - und dabei möchte ich das Beste für die Studierenden und das Institut erreichen. Diejenigen, die mich näher kennen, wissen, wieviel Herzblut ich in die Studiengänge Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus der Hochschule Darmstadt gesteckt habe. Ein Abschied aus Darmstadt/Dieburg würde mir nicht leicht fallen – zumal ich davon überzeugt bin, dort hervorrragende Studienkonzepte, engagierte Studierende und den besten Kreis aus Kolleginnen und Kollegen zu haben, den ich mir zurzeit vorstellen kann. Es sind spannende Zeiten.

Nachtrag (Juli 2009): Ich habe den Ruf inzwischen angenommen, werde ab September an der TU Dortmund sein. An der Hochschule Darmstadt ist der Weg frei für eine Wiederbesetzung – zunächst kurzfristig als Vertretungsprofessur. Das reguläre Berufungsverfahren wird dann wohl im Wintersemester starten (vgl. Abschied von der Hochschule Darmstadt).

„Raubzug im Internet”: Interview für „Panorama”

Kurze Interview-Sequenzen wurden in einem Beitrag der ARD-Sendung “Panorama” am 26. März gesendet (Transkript als pdf). Basis war ein ca. einstündiges Interview, das ein “Panorama”-Team mit mir in der Dieburger Bibliothek aufgenommen hatte. Es ging um das Problem, dass immer mehr Redaktionen Fotos aus dem Internet klauen und in ihren Publikationen drucken: häufig die Bild-Zeitung, aber auch andere – wie im Fall Winnenden z.B. Focus und Stern. Die Perfidie: Oft sind Opfer zu sehen, die ungefragt abgebildet werden. Oder falsche Fotos von angeblichen “Tätern”. Das sind massive Verstöße gegen die journalistische Ethik. Stefan Niggemeier hat in seinem Blog den “Panorama”-Beitrag treffend kommentiert und ergänzt.

Zwei Videos: „Stärken und Schwächen der Newsdesk-Konzepte” und „Boombereich Online-Journalismus”

In einem sechsminütigen Video-Interview für die Bundeszentrale für politische Bildung habe ich bei der Tagung „Zeitung macht Zukunft” über die Vor- und Nachteile der Newsdesk-Konzepte gesprochen. Das Video wurde jetzt im Tagungsblog veröffentlicht. Und noch ein Videoschnipsel mit Wortbeiträgen von mir kann ich empfehlen: den Zusammenschnitt der Podiumsdiskussion „Online-Journalismus: Der neue Boombereich des Journalismus?” auf dem Deutschen Fachjournalistenkongress.