n-tv-Beitrag über „Ki im Journalismus“

„Ratgeber Hightech“ bei n-tv (27.6.2022): der Beitrag „Wie KI im Journalismus zum Einsatz kommt“. Das n-tv-Team war bei uns an der KU im Fernsehstudio. Hier kann man den Beitrag anschauen (wir kommen ab Min. 3:00) 😁:
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/ratgeber/Wie-KI-im-Journalismus-zum-Einsatz-kommt-article23425516.html

Publikationen zu Künstlicher Intelligenz im Journalismus

Seit gut einem Jahr beschäftigen wir uns am Lehrstuhl mit dem Thema „Künstliche Intelligenz im Journalismus“. Teile des Lehr- und Forschungsprojekts waren und sind Kooperationen mit Redaktionen wie z.B. BR und Spiegel, ein Fellowship mit dem KI-Campus oder Kurzvorträge und Impulse z.B. beim Deutschen Presserat. Inzwischen sind ein paar kürzere und längere Beiträge dazu erschienen, die – so hoffen wir – lesenswert für alle sind, die noch wenig dazu wissen und einen Überblick wünschen, ebenso wie für diejenigen, die sich schon gut auskennen und auf unsere Systematisierung gespannt sind.
– ein längerer Aufsatz in der wissenschaftlichen Zeitschrift Journalistik: „Künstliche Intelligenz als Assistenz. Bestandsaufnahme zu KI im Journalismus aus Sicht von Wissenschaft und Praxis“
– eine Reflexion unseres Lehrprojekts im Masterstudiengang Journalistik in Kooperation mit dem KI-Campus: „Künstliche Intelligenz im Journalismus: Systematisierung, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven aus einem Lehrforschungsprojekt
– ein kurzer Blog-Beitrag beim KI-Campus: „KI als Anwendung im Journalismus: zwischen Misstrauen und Aufklärung“ 

Ergänzung: You Tube-Aufzeichnung des Vortrags „KI und Journalismus“ zusammen mit Michael Graßl am 24. Mai 2022 im Bayern Lab Eichstätt.

Video-Gesprächsreihe: Fake und Fakt im Bild

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften hat eine sehr interessante Gesprächsreihe per Video aufgezeichnet: Es geht um die Macht, die Bilder und Videos haben, Wirklichkeit zu konstruieren und dabei Kontexte und Narrative zu schaffen – um Strategien der Beglaubigung, aber auch der gezielten Desinformation. Ich durfte mich beteilgen und den Social Media-Experten Stefan Primbs sowie Professor Michael Seadle (Humboldt-Elsevier Data & Text Centre, Berlin) interviewen – und Professor Christoph Neuberger hat mich interviewt. Außer diesem Themenblock zum Journalismus gibt es in der Video-Reihe eine Fülle von Informationen und Inspirationen zur Zeugenschaft von Bildern im digitalen Wandel, zu Bilderkrisen und Bildkritik. https://faktizitaet.badw.de/veranstaltungen/fake-und-fakt-im-bild.html

YouTube-Reihe: Einführung in die Journalistik

Mein Lehrbuch „Journalistik“ (UVK/utb) dient vor allem der Einführung ins Studium. Wir haben dazu jetzt eine Video-Reihe auf YouTube produziert, die für alle interessant sein könnte, die an einer wissenschaftlichen Analyse des Journalismus in der Gesellschaft interessiert sind. Insgesamt werden es zehn Folgen zu je 20 bis 25 Minuten, die bis spätestens Dezember fertig sein werden. Zurzeit sind sieben Folgen online.

Studie zur Innovationskultur in Medienunternehmen

In einem Lehrforschungsprojekt zusammen mit dem Media Lab Bayern haben sechs Studentinnen an unserem Masterstudiengang der Innovationskultur und Verbesserungsmöglichkeiten in Medienunternehmen nachgespürt. Für das Blog des Media Lab habe ich die Ergebnisse zusammengefasst. Viele Befragte sind sich einig, dass Innovationen in den nächsten fünf Jahren wichtiger werden als sie in den letzten fünf Jahren waren. Aus der Studie ließ sich eine Checkliste mit 7 Punkten dafür ableiten, wie Medienunternehmen für diese Herausforderung gewappnet werden können.

Artikel zum Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis

„Die Kluft überwinden – Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis“, zu diesem Thema habe ich bei der Medienversammlung NRW am 7. November 2019 in Köln auf Einladung der Landesanstalt für Medien NRW einen Impulsvortrag gehalten. Nun hat der Fachdienst „epd Medien“ meinen Text dazu veröffentlicht. Der Text ist hier kostenlos abrufbar.

Aufsatz erschienen: Innovative Journalistenausbildung durch Transferprojekte

Die Journalistenausbildung an Hochschulen hat traditionell zwei Säulen: Kommunikationswissenschaft und praktisches handwerkliches Training. In unserem Masterstudiengang „Journalistik mit Schwerpunkt Innovation und Management“ haben wir eine dritte Säule eingezogen, die gleichzeitig die beiden anderen Säulen verbindet: Transferprojekte mit Redaktionen. Studierende forschen zu Fragestellungen der Praxis, zu den Herausforderungen des Journalismus im digitalen Zeitalter, zu innovativen Formaten und zu neuen Strukturen und Workflows in Redaktionen. Kooperationspartner sind zum Beispiel der Bayerische Rundfunk oder der Spiegel.

Die Erkenntnisse aus sieben Jahren Erfahrung mit solchen Projekten habe ich jetzt zusammen mit Jonas Schützeneder ausgewertet und in einer internationalen Fachzeitschrift veröffentlicht: Bridging the Gaps: Transfer Between Scholarly Research and Newsrooms in Journalism Education—Toward an Evidence-Based Practice in an Age of Post-Truth and State of Flux.

Wer sich für den Aufsatz interessiert, aber keinen Zugang zu dieser Zeitschrift hat, schreibt mir bitte eine Mail.

Journalismus als Hüter der Demokratie

Wie wichtig Journalismus für die Demokratie ist, ist uns gerade in jüngster Zeit wieder mehr bewusst geworden – nicht nur in den USA oder in Ländern mit rechtspopulistischen Regierungen in Europa, sondern auch in Deutschland. Bei der Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen am Eichstätter Studiengang Journalistik habe ich in einer Rede darauf verwiesen, dass sich Journalismus immer als Hüter der Demokratie und der grundlegenden Werte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität begreifen muss. „Democracy dies in darkness“ schreibt die Washington Post seit gut einem Jahr als Motto auf ihre Titelseite. Licht in die gesellschaftlichen Verhältnisse zu bringen, hinter die oftmals einseitigen Narrationen und Stereotypen der Politik zu blicken, das ist die Kernaufgabe des Journalismus und daran muss sich journalistische Qualität messen lassen. Journalismus ist das immerwährende Projekt der Aufklärung und lebenswichtig für das Funktionieren einer erfolgreichen Demokratie.

Die Rede ist als Video auf YouTube dokumentiert und wurde in leicht veränderter Fassung als Gastbeitrag von den Nürnberger Nachrichten veröffentlicht: „Von Hütern der Demokratie und ihren Gegenspielern. Warum Journalismus so wichtig für unsere Gesellschaft ist und bleiben wird: Ein Gastbeitrag des Eichstätter Professors Klaus Meier“. In: Nürnberger Nachrichten vom 24. Juli 2018, S. 15. Eine gekürzte Fassung des Gastbeitrags findet sich auf nordbayern.de.

Lehrbuch Journalistik: 4. Auflage erschienen

Journalistik_4_KartonWas müssen Studierende im Fach Journalistik/Journalismus im ersten oder zweiten Semester wissen? Im digitalen Zeitalter mit einem raschen Medienwandel ist diese Frage nicht leicht zu beantworten. Im vergangenen halben Jahr habe ich mich damit wieder intensiv beschäftigt und das Lehrbuch Journalistik, das 2007 zum ersten Mal erschienen ist, erneut überarbeitet. Heute ist die vierte Auflage erschienen.

Grundlage bleibt mit Sicherheit die Aufgabe des Journalismus in Gesellschaft und Demokratie (und damit ein wesentlicher Baustein zur Theorie des Journalismus), aber auch die Forschungsmethoden und wichtigsten Erkenntnisse der Journalismusforschung sind basal. Dazu gehören klassisch die Geschichte des Journalismus und ein weltweiter Vergleich der Kommunikationsfreiheit, die Nutzung und Wirkung von Journalismus und Medien, die ökonomischen Grundlagen von Medienunternehmen, die Herausforderungen der Redaktionsorganisation oder zentrale Debatten um Realität und Objektivität, Qualität und Ethik. In vielen Kapiteln und Unterkapiteln mussten Entwicklungen der letzten Jahre ergänzt werden (Social Media, YouTuber, Fake News, Filterblasen, Netzwerkdurchsetzungsgesetz – um nur ein paar Schlagworte zu nennen). Zudem mussten natürlich alle Zahlen, Daten und Tabellen auf den neuesten Stand gebracht werden.

Ist die Überarbeitung gelungen? Für Kritik und Lob, Anregungen und Ergänzungen per Mail oder als Kommentar zu diesem Betrag hier danke ich sehr. Mit Erscheinen der vierten Auflage werde ich das Blog zum Buch nun endgültig aufgeben; es wird zumindest für einige Zeit als Archiv öffentlich bleiben. Ich habe ja schon seit zweieinhalb Jahren nichts mehr darin geschrieben. Andere Plattformen, wie die Website des Studiengangs Journalistik, dieser persönliche Blog hier oder meine berufliche Kommunikation auf Facebook bieten Möglichkeiten genug.