Das Konzept der crossmedialen Journalistenausbildung

Schon vor knapp zwei Jahren haben wir den Beitrag geschrieben – nun ist er endlich erschienen: „Das ,Kreuzen‘ der Medien: Das Konzept des crossmedialen Labors“. Wissenschaft dauert manchmal besonders lang, vor allem wenn es um die Produktion von Sammelbänden geht. Aber der Beitrag und das gesamte Buch sind keineswegs veraltet. Zusammen mit meinen ehemaligen Mitarbeitern an der TU Dortmund – Vanessa Giese und Tobias Schweigmann – habe ich das Konzept der crossmedialen Lehrredaktion in Dortmund beschrieben und analysiert. Ich hatte dort ja den Lehrstuhl für “Crossmediale Entwicklungen des Journalismus”. Es geht in dem Beitrag auch grundsätzlich um crossmediale Journalistenausbildung; der Text soll für alle Formen und Konzepte der Journalistenausbildung Anregungen bieten. Denn alleine die Frage, was “Crossmedia” im Journalismus überhaupt bedeutet und welche Konsequenzen es für die Ausbildung hat, ist nicht einfach zu beantworten.

Jetzt an der Uni Eichstätt ist das Thema wieder hochaktuell: Wir werden in den nächsten Wochen ein crossmediales Labor einrichten und dafür rund 300.000,- Euro investieren. Ein Großteil der Summe kann über Drittmittel (begutachtet von der Deutschen Forschungsgemeinschaft) finanziert werden. Das Eichstätter Konzept unterscheidet sich vom Dortmunder in vielen Details – vor allem aufgrund der Rahmenbedingungen. Beiden gleich ist aber, dass die Ausspielkanäle wie Print, Fernehen und Internet redaktionell in einer Matrixorganisation gekreuzt werden und die journalistischen Themen von crossmedialen Teams für mehrere Plattformen aufbereitet werden.

Das crossmediale Arbeiten in Redaktionen wird in vielen Medienorganisationen künftig noch wichtiger werden. Der Bayerische Rundfunk zum Beispiel plant zurzeit eine groß angelegte trimediale Strategie “BR hoch 3″, die vom Intendanten Ulrich Wilhelm strategisch vorgegeben wurde. Ohne crossmediale Ausbildung wird es künftig nicht mehr gehen.

Der Buchbeitrag: Klaus Meier/Vanessa Giese/Tobias Schweigmann: Das ,Kreuzen‘ der Medien: Das Konzept des crossmedialen Labors. In: Beatrice Dernbach/Wiebke Loosen (Hg.): Didaktik der Journalistik. Konzepte, Methoden und Beispiele aus der Journalistenausbildung. Wiesbaden: Springer Fachmedien 2012, S. 311-322.

Nachtrag im Mai 2012: Mittlerweile ist unser neues crossmediales Labor an der Uni Eichstätt in Betrieb gegangen. Infos dazu.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>