Studie zur Innovationskultur in Medienunternehmen

In einem Lehrforschungsprojekt zusammen mit dem Media Lab Bayern haben sechs Studentinnen an unserem Masterstudiengang der Innovationskultur und Verbesserungsmöglichkeiten in Medienunternehmen nachgespürt. Für das Blog des Media Lab habe ich die Ergebnisse zusammengefasst. Viele Befragte sind sich einig, dass Innovationen in den nächsten fünf Jahren wichtiger werden als sie in den letzten fünf Jahren waren. Aus der Studie ließ sich eine Checkliste mit 7 Punkten dafür ableiten, wie Medienunternehmen für diese Herausforderung gewappnet werden können.

Internationales DFG-Forschungsprojekt zu Innovationen und Qualität im Journalismus

1,3 Mio. Euro für die Journalismusforschung: Zusammen mit Andy Kaltenbrunner, Matthias Karmasin (Wien) und Vinzenz Wyss (Winterthur) und Jose A. García Avilés (Elche/Spanien) dürfen mein Team und ich ab Herbst drei Jahre lang aufwendig forschen. Wie beeinflussen Innovationen im Journalismus die Qualität von Berichterstattung und damit die Öffentlichkeit in der demokratischen Gesellschaft? – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit dem Titel „Innovationen im Journalismus in demokratischen Gesellschaften: Index, Einfluss und Voraussetzungen im internationalen Vergleich“ mit gut der Hälfte des Budgets. In A und der CH finanzieren der österreichische Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und der Schweizerische Nationalfond (SNF). Insgesamt werden ab Herbst 2020 mehr als ein Dutzend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in diesem Projekt tätig sein. Träger dieser Forschungsarbeit sind neben der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in der Schweiz und das CMC-Institut an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Alpen-Adria-Universität sowie die Forschungsgesellschaft Medienhaus Wien in Österreich. Die Forschungserkenntnisse sollen international Orientierungshilfe und Ratschläge sowohl für die Medienpolitik als auch für die Organisation von Medien und Redaktionen anbieten, um Innovationen zu befördern, die die Qualität des Journalismus und seine Rolle in der Gesellschaft stärken.

Journalismus in der Krise: Analyse der Corona-Berichterstattung

Mein geschätzter Schweizer Kollege Vinzenz Wyss hat – genauso wie ich – in den vergangenen Tagen und Wochen die Corona-Berichterstattung beobachtet, und auch er wurde in Interviews befragt. Wir haben jetzt unsere Beobachtungen, Antworten und Einschätzungen in einer gemeinsamen Analyse zusammengefasst und erweitert – auch vor dem Hintergrund journalismustheoretischer Überlegungen. Uns geht es darum, kritische Denkanstöße zu geben, weil wir denken, dass gerade jetzt im Auge des Orkans ein Blick auf den Journalismus von außen wichtig ist.
Nachtrag am 31. Juli 2020: Eine Inhaltsanalyse des fög (Uni Zürich) liefert nun erstmals im deutschsprachigen Raum empirisch fundierte Erkenntnisse. Die Studie zeichnet insgesamt ein tendenziell positives Bild der Berichterstattung, aber die von uns monierten Mängel werden bestätigt: vgl. meinen Beitrag dazu in der Medienwoche.

Zeitungsinterviews, Radiosendungen und Diskussionen zum Corona-Journalismus

(aktualisiert am 15.9.)

14.9.: Podcast zum Lokaljournalismus in der Corona-Krise – mit der Drehscheibe, dem Magazin für Lokalredaktionen (Podcast).

7.7.: Kurzer Video-Vortrag mit Interview im Rahmen des Lokalrundfunktage Online Specials zur „Bedeutung des lokalen Rundfunks in Zeiten von Corona“ (zum Video).

7.7.: Interview zum lokalen Rundfunk als Informationsquelle in der Corona-Pandemie mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2) (als Podcast).

5.6.: Interview zum Thema „Corona-Berichterstattung: Das hätten Medien besser machen können“ in Deutschlandfunk Nova.

29.5.: Interview zum Thema „Fake News“ für das Kindermagazin „radioMikro“ des Bayerischen Rundfunks (erster Beitrag in der Sendung).

23.5. Interview in WDR2: „Wie erreichen wir jetzt Menschen, die sich Sorgen machen, die Zukunftsängste haben. Wie machen wir es den Extremisten nicht zu leicht, sie auf ihre Seite zu ziehen?“

13.5.: „Wissenschaft meets Massenmedien: Clash of Cultures oder fabelhafte Synergie?“ Podiumsdiskussion im Rahmen der MTMdigitalks der Medientage München am 13. Mai 2020 mit Ines Pohl (Deutsche Welle) und Martina Franzen (Kulturwissenschaftliches Institut Essen). Aufgezeichnet als YouTube-Video.

6.5.: Medien im Krisen-Modus – Wie gut ist der „Corona-Journalismus“ – Diskussionssendung SWR2-Forum von 17:05 bis 17:50 mit Kai Gniffke (SWR-Intendant) und Bernhard Pörksen (Universität Tübingen).

18.4.: Anna Hausmann vom Donaukurier hat mich in einem Interview zu Fake News und Verschwörungstheorien befragt und dies mit Beispielen vor allem zu Corona in eine Multimedia-Story gepackt.

18.4.: Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur KNA, veröffentlich u.a. bei domradio.de, über die Herausforderungen des Journalismus angesichts von Corona.

15.4.: In einer Live-Sendung im Deutschlandfunk von 10 bis 11:30 Uhr durfte ich mit Burkhard Nagel (ARD aktuell), Kai Röhrbein (Verband deutschen Lokalzeitungen) und Birgit Wentzien (Deutschlandfunk) zum Thema „In Krisenzeiten wächst das Bedürfnis nach Qualitätsjournalismus“ diskutieren. (mp3 zum Nachhören).

8.4.: Im Interview mit der Mainpost fragt mich Chefredakteur Michael Reinhard, nach den Unterschieden der Berichterstattung über Corona zwischen regionalem und überregionalem Journalismus – und, was ich als Chefredakteur jetzt tun würde.

5.4.: Das Interview mit der Schwäbischen Zeitung sucht einen etwas anderen Blick auf die Berichterstattung rund um Corona: den Lokal- und Regionaljournalismus, aber auch den Umgang mit Wissenschaftlern und Zahlen.

25.3.: Der Kölner Stadt-Anzeiger hat mich zum Journalismus in Zeiten der Krise interviewt. Über die Gratwanderung zwischen kritischer Distanz und der Vermittlung politischer Entscheidungen. Über journalistische Kompetenz gegenüber der Kompetenz der Virologen. Das Mehrquellen-Prinzip: „Follow the Science!“ – Aber: „Don’t blindly follow a single Scientist!“ Viele in unserer Gesellschaft merken gerade jetzt, dass Journalismus „systemrelevant“ für die Demokratie ist. Aber wie unterm Brennglas wird jetzt sehr deutlich, vor welchen Herausforderungen Journalismus immer steht und dass guter Journalismus eine Menge Arbeit bedeutet.

Video-Interview zum Corona-Journalismus

Vor welchen Herausforderungen stehen die Medien in der Coronakrise? Ist der Journalismus fachlich überhaupt gerüstet? – Ein Video-Interview über ethische Abwägungen, nötige Distanz, eine Fixierung auf Zahlen, die kaum eingeordnet und relativiert werden, und den problematischen Umgang mit einzelnen Wissenschaftlern, die zu Medienstars aufgebaut werden.


Artikel zum Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis

„Die Kluft überwinden – Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis“, zu diesem Thema habe ich bei der Medienversammlung NRW am 7. November 2019 in Köln auf Einladung der Landesanstalt für Medien NRW einen Impulsvortrag gehalten. Nun hat der Fachdienst „epd Medien“ meinen Text dazu veröffentlicht. Der Text ist hier kostenlos abrufbar.

Interview zur Meinungsfreiheit in Deutschland

Die Badische Zeitung hat ein Interview mit mir geführt: über Meinungsfreiheit, eskalierende Debatten, Political Correctness, Fakten, Aufklärung und Vernunft. Für das Interview muss man sich kurz registrieren, dann kostenlos (geht ganz schnell).
https://www.badische-zeitung.de/wenn-man-widerspruch-nicht-ertragen-moechte-sollte-man-vorsichtig-sein

Interview: „Qualitätsjournalismus fällt nicht vom Himmel“

Wie kann die redaktionelle Leistung der Verlage langfristig überleben? Wie kann unsere Gesellschaft einen unabhängigen Qualitätsjournalismus langfristig garantieren? Medienpolitik.net hat ein Interview mit mir zu einigen gerade diskutierten medienpolitischen Herausforderungen geführt.

Interview zur Wissenschaftskommunikation

Die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ (Redakteurin Katrin Schmermund) hat ein Interview mit mir zur Wissenschaftskommunikation geführt: Wir haben Grundsätzliches zum Verhältnis zwischen Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftsjournalismus festgehalten – und darüber hinaus ein paar neuere Forderungen formuliert. Hier das pdf aus dem gedruckten Heft.

Tagung: Neujustierung der Journalismusforschung in der digitalen Gesellschaft

Mit dem Wandel des Journalismus und der Journalismusforschung beschäftigen wir uns auf einer Tagung nächste Woche an der Uni Eichstätt: Wir erwarten zu dieser Jahrestagung der Fachgruppe Journalistik/Journalismusforschung in der DGPuK 90 Wissenschaftler*innnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Schweden und Frankreich. Worum es geht, steht in dieser Presseinfo – und im Programm.