Buchbeitrag erschienen: Journalismus zum Spielen: Newsgames als neues digitales Genre

Newsgames sind ein junges Genre des digitalen Journalismus und als solches wenig untersucht. Dieser Buchbeitrag analysiert das neue Genre anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Ländern, verortet und problematisiert es theoretisch und stellt eine explorative Nutzerstudie vor. Nutzer wurden beim Spielen beobachtet und davor und danach befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass das neue Genre eine große Bandbreite an Möglichkeiten hat, die nicht einheitlich zu beurteilen sind. Ethische Bedenken, ob ernsthafte Themen gespielt werden sollten, stehen neben dem Vorteil, gerade bei schweren und wenig nachvollziehbaren Themen Empathie zu erzeugen und das Publikum für politische Themen zu interessieren.

 Klaus Meier (2017): Journalismus zum Spielen: Newsgames als neues digitales Genre. Theoretische Verortung und explorative Nutzungsstudie. In: Gabriele Hooffacker/Cornelia Wolf (Hg.): Technische Innovationen – Medieninnovationen? Herausforderungen für Kommunikatoren, Konzepte und Nutzerforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 47-61.

Buchbeitrag erschienen: Technische Innovationen und trimedialer Journalismus. Untersucht am Transformationsprozess des Bayerischen Rundfunks

Unser Buchbeitrag analysiert die Wechselbeziehungen zwischen technischen Innovationen und den Herausforderungen redaktioneller Konvergenz am Beispiel des Bayerischen Rundfunks. Mit Leitfadeninterviews wurden 25 Mitarbeiter in Schlüsselpositionen befragt und eine Fülle von Antworten auf die zentrale Frage gefunden, welche Technikwünsche redaktionell Verantwortliche innovativer Medienprojekte haben, aber auch, welche Techniklücken oder Technikhindernisse sie für künftigen crossmedialen Qualitätsjournalismus identifizieren. Der Beitrag ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts “Rundfunk 2025″, das wir zusammen mit dem Institut für Rundfunktechnik GmbH, München, der mmi munich media intelligence GmbH, Karlsfeld, und dem Bayerischen Rundfunk, München, mit Mitteln der Bayerischen Forschungsstiftung durchgeführt haben.

 Melanie Verhovnik, Isabel Bracker und Klaus Meier (2017): Technische Innovationen und trimedialer Journalismus. Untersucht am Transformationsprozess des Bayerischen Rundfunks. In: Gabriele Hooffacker/Cornelia Wolf (Hg.): Technische Innovationen – Medieninnovationen? Herausforderungen für Kommunikatoren, Konzepte und Nutzerforschung. Wiesbaden: Springer VS, S. 1-19.

“Policy Paper”: Lokaler Journalismus im digitalen Zeitalter

Bildschirmfoto 2015-03-05 um 09.55.04Die Heinrich Böll Stiftung hat ein „Policy Paper“ eines Vortrags von mir veröffentlicht: In dem Beitrag analysiere ich die Chancen und Gefahren für den lokalen Journalismus, die Auswirkung der Medienentwicklungen auf die kommunale Demokratie sowie die Möglichkeiten, auch vor den Herausforderungen des digitalen Zeitalters eine kritische lokale Öffentlichkeit zu bewahren. Das 17 Seiten lange “Paper” kann kostenlos als pdf, mobi oder epub geladen werden.

Podium auf den Medientagen München: Crossmedia

Das “Forum Medienmanagement” stellte am Freitag, 24.10., auf den Medientagen in München die Frage: “Vom Medienunternehmen zum Mediennetzwerk? Erfolgreiche Steuerung in der schönen neuen crossmedialen Welt”. Es ging um crossmediale Medienunternehmen und crossmedialen Journalismus. Ich durfte zusammen mit Harald Greiner (Global Director Professional Services, Holtzbrinck), Birgit Spanner-Ulmer (Produktion- und Technikdirektorin Bayerischer Rundfunk) und Thomas Hess (LMU München) diskutieren. Das ganze Forum kann in einer Audiodatei nachgehört werden (60 Minuten).

Interview: New newsrooms mean more teamwork

DW Akademie’s Steffen Leidel talked to me about what newsrooms look like today and what these changes mean for the journalism of the future: convergence, cross-media teamwork, skills and education of journalists. The Interview is also about our new follow up study on newsroom convergence in international comparison.

Beitrag und Vortrag zu Redaktionswandel und “newsroom convergence”

Seit Jahren werden Redaktionen umstrukturiert. Unsere aktuelle Studie zeigt: Die Veränderungen sind jetzt radikaler als je zuvor. In integrierten Print-Online-Redaktionen löst eine themen- und publikumsorientierte Planung und Produktion die tägliche Zeitungsroutine ab.

Andy Kaltenbrunner (Medienhaus Wien) und José A. García Avilés (Universidad Miguel Hernández, Elche/Spanien) haben zusammen mit mir eine transnationale Studie zu neuen Entwicklungen der crossmedialen Redaktionsorganisation in den vergangenen zwölf Monaten wiederholt und aktualisiert. Die erste Studie hatte 2007/2008 erstmals Typen von crossmedialen Redaktionen modelliert und anhand von 32 Faktoren beschrieben. Die Studie war auf Konferenzen und Workshops vorgestellt und veröffentlicht worden.

Unsere neuesten Ergebnisse werden wir nächste Woche auf der Konferenz “Future of Journalism” an der Cardiff University vorstellen. Diese für die Journalismusforschung weltweit zentrale Konferenz findet alle zwei Jahre statt. Vor vier Jahren habe ich dort zum Thema Transparenz im Journalismus vorgetragen (das Paper dazu ist inzwischen öffentlich zugänglich).

Eine kurze Zusammenfassung unsere aktuellen Studie zu crossmedialen Redaktionen in Spanien, Österreich und Deutschland habe ich für den Journo-Blog des Standard geschrieben.

Interviews zur Krise beim „Spiegel“ und zum Wandel des Investigativ-Journalismus

In einem Interview mit taz-Autor Klaus Raab geht es um die Krise beim „Spiegel“ und crossmediale Strategien (heute auf Seite 3). Für das „Journal am Mittag“ (SWR 2) fragte Moderatorin Tatjana Wagner zudem nach der Entwicklung des Investigativ-Journalismus und dem Platz, den ein politisches Wochenmagazin heute in der Medienlandschaft noch einnehmen kann (als mp3 zum Nachhören, hier zur Sendung).

Nachtrag: Auch die New York Times berichtet.

Drei Vorträge zu Crossmedia

Bei drei Tagungen in den nächsten Wochen werde ich nicht nur Input geben können, sondern auch wieder viel dazulernen. Zum „1. Crossmedia-Tag“ des Netzwerks Medien-Trainer bei der Deutschen Welle in Bonn am 21. Februar haben sich schon mehr als 50 Teilnehmer angemeldet. Referenten sind u.a. erfahrene Crossmedia-Manager des Dänischen Rundfunks, des ORF, des BR, des Guardian, der Deutschen Welle und des Belgischen Rundfunks. Beim „CampusTag“ des Mediencampus Bayern treffen sich am 15. März an der Universität Passau Medienprofessoren und -dozenten, um über Crossmedia in der Hochschullehre zu diskutieren. Und am 19. März lädt die Gewerkschaft ver.di um 18 Uhr ins Münchner DGB-Haus zur Veranstaltung „Der mediale Wandel: Crossmedia, Multimedia und Trimedialität“ ein. Anlass ist die 2012 beschlossene umfassende Veränderung des Bayerischen Rundfunks unter dem Stichwort “BR hoch 3″ – aber auch die Entwicklungen im Print-/Online-Bereich werden diskutiert.

Eichstätter Journalistik-Projekt beim Newspaper Award ausgezeichnet

Das crossmediale Ausbildungsprojekt „Einsteins“ ist beim 14. European Newspaper Award ausgezeichnet worden. Das Magazin „Einsteins“, das Studierende des Bachelor-Studiengangs Journalistik der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt im vierten Semester produzieren, erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „European Student Award“ – als einziger Journalistik-Studiengang in Deutschland.