Vortrag zu Transparenz im Journalismus

Der 9. Frankfurter Tag des Online-Journalismus thematisiert morgen die Transparenz im Journalismus. Ich darf mit einem Vortrag beginnen und einen Überblick über Möglichkeiten, Chancen und Risiken geben. Wer nicht dabei sein kann: #ftoj13 auf Twitter sowie Liveblog und Video-Livestream auf der Konferenzseite www.ftoj.de. Schon seit mehr als fünf Jahren beschäftige ich mich mit diesem Thema (mit Forschungsprojekten, Vorträgen, Publikationen und Interviews) – und bin immer wieder erstaunt darüber, welche neuen Möglichkeiten genutzt werden. Ich kann in den 40 Minuten gar nicht alles auflisten, sondern muss auswählen, einsortieren, bewerten.

Nachtrag: Die Tagung ist auf der Website sehr gut dokumentiert. Alle Vorträge komplett als Video und alle Folien als pdf.

Nachtrag II (7.6.13): Die Zeitschrift “Zeit Wissen” gibt per Pressemitteilung bekannt, dass die Redaktion ab dem nächsten Heft offen legen will, wie und wo sie recherchiert hat. Sämtliche Quellen sollen genannt werden – entweder in einer Randspalte im Heft oder auf einer ergänzenden Seite auf Zeit online.

Neues Buch zur Journalismusforschung

Buch Journalismusforschung“Journalismusforschung. Stand und Perspektiven”:  Christoph Neuberger und ich haben beim Verlag Nomos ein neues Buch herausgegeben, zu dem 15 Autorinnen und Autoren beigetragen haben. Der Sammelband ist der Auftakt für die neue Buchreihe “Aktuell. Studien zum Journalismus”, die von Andrea Czepek (Wilhelmshaven), Ralf Hohlfeld (Passau), Frank Lobigs (Dortmund), Wiebke Loosen (Hamburg), Klaus Meier (Eichstätt) und Christoph Neuberger (München) herausgegeben wird. Demnächst werden einige interessante Dissertationen in den Buchreihe erscheinen.

Buchbeitrag: Wie das Internet die politische Öffentlichkeit verändert

Shitstorm, Open Government, Crowdsourcing, Prozessjournalismus, „Mitmach-Netz“ oder „Liquid Journalism“ – die Phänomene politischer Öffentlichkeit im Internet sind vielfältig, verwirrend und atemberaubend. In einem Buchbeitrag habe ich ein Zwischenfazit gezogen und versucht, die aktuelle Transformation der Öffentlichkeit systematisch zu analysieren. Der Beitrag beruht auf einem Vortrag an der Akademie für politische Bildung in Tutzing.

Buchbeitrag: Klaus Meier: Alte und neue Formen politischer Öffentlichkeit. In: Michael Schröder (Hg.): Die Web-Revolution. Das Internet verändert Politik und Medien. München: Olzog 2012, S. 87-106.

Buchbeitrag erschienen: Journalismusforschung als interaktive Innovationsforschung

Im Februar und im November 2009 stellte ich auf wissenschaftlichen Fachtagungen das Thema bereits vor. Nun ist ein Beitrag dazu erschienen: Für das Buch “Methoden der Journalismusforschung” habe ich ein Kapitel “Journalismusforschung als interaktive Innovationsforschung” geschrieben. Es geht darum, wie der Wissenstransfer von kommunikationswissenschaftlicher Forschung zur redaktionellen Praxis besser umgesetzt und methodologisch durchdrungen werden kann. In Fallstudien habe ich Konzepte der Aktionsforschung getestet und versucht, für die Journalismusforschung fruchtbar zu machen. Mehr dazu in meinen Blogeinträgen zu den Vorträgen in Berlin und Winterthur.

Studie zu Transparenz und Vertrauen im Journalismus erschienen

Wie können Journalisten Transparenz gegenüber ihrem Publikum herstellen? Und: Schafft Transparenz tatsächlich mehr Vertrauen? – Transprenz ist zu einem neuen „Buzzword“ geworden und liegt im Trend der digitalen Öffentlichkeit, ist aber nicht eindeutig, sondern widersprüchlich und komplex zu bewerten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die ich zusammen mit Julius Reimer und Studierenden am Institut für Journalistik der TU Dortmund zwischen Oktober 2009 und Juli 2010 durchgeführt habe. Die Forschungsergebnisse sind nun in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift Publizistik erschienen. Der Beitrag ist an vielen Unis aus dem Campusnetz heraus kostenlos abrufbar (das Abstract für alle sichtbar). Mehr Infos dazu auch in meinem Lehrbuch-Blog.

Drei Beiträge erschienen: Crossmedia aus verschiedenen Perspektiven

Das Buch “Crossmedia – Wer bleibt auf der Strecke?” bündelt die Vorträge der Medientage Passau vom November 2009. Dem Herausgeberteam um Ralf Hohfeld ist ein Band gelungen, der einen guten Überblick über Theorie und Praxis der aktuellen Entwicklungen im Journalismus rund um den Themenkreis Konvergenz und Crossmedia bietet. Autoren sind Wissenschaftler und Journalisten. In meinem Beitrag “Crossmedialer Journalismus. Eine Analyse redaktioneller Konvergenz” fasse ich alle Studien zu diesem Thema zusammen, an denen ich in den letzten Jahren beteiligt war.

Einen ähnlichen Beitrag – allerdings für ein wissenschaftliches Publikum in Südamerika – habe ich für die Zeitschrift “Comunicacíon y Ciudadanía” geschrieben, die an der Universität Externado de Colombia in Bogotá herausgegeben wird. Der Beitrag ist Dank der Übersetzung von María Ángela Torres im Heft 3/2010 erschienen – unter dem Titel El Periodismo en cambio. Digitalización y convergencia de redacciones en Alemania” (Journalismus im Wandel. Digitalisierung und redaktionelle Konvergenz in Deutschland).

Für das deutsch-russische Handbuch “Journalistische Genres in Deutschland und Russland” (hg. von Alla G. Bespalova, Evgenij A. Kornilov und Horst Pöttker) habe ich einen kleinen Beitrag zum Stichwort “Crossmediale Genres” verfasst. Dort geht es um plattformübergreifendes Story-Telling, das in Redaktionen entwickelt werden muss, die nicht nur in einem Medium veröffentlichen, sondern mehrere Plattformen bedienen. Der Anspruch, nicht alle Medien gleichzeitig und gleichwertig zu bestücken, sondern gemäß den Nutzererwartungen an die jeweilige Plattform, hat zur Folge, dass ein crossmedialer Workflow zwischen den Plattformen angestrebt wird.

Buchbeitrag erschienen: Redaktion als Institution der Medienethik

Redaktionen tauchen in medienethischen Studien und Ratschlägen nur en passant auf – und nicht als eigenständige Institutionen der Medienethik. Dass sich dies in der Redaktionspraxis zurzeit ändert und auch ändern sollte, begründe ich in einem Beitrag für das neue “Handbuch Medienethik”, das Christian Schicha und Carsten Brosda herausgegeben haben und das gerade erschienen ist. Einige Stichworte meines Betrags: redaktionelle Verantwortung, Redaktionskodex, offene/transparente Redaktion, Ombudsmann, Leserbeirat, Fehlerkorrekturen. Die Perspektive: Die Redaktion ist die Institution, die eine Werteorientierung garantieren und dem Publikum signalisieren muss. Jede einzelne Redaktion muss um Vertrauen beim Publikum werben, um das diffuse Misstrauen zu durchbrechen, das sich auf alle Medienanbieter gelegt hat.

Integración de redacciones en Austria, España y Alemania: modelos de convergencia de medios

Unser Artikel über redaktionelle Konvergenz ist nun in der spanischen Zeitschrift Anàlisi erschienen, die von der Universidad Autónoma de Barcelona herausgegeben wird. Der Beitrag steht komplett zum Download im Internet.

El presente artículo trata sobre el trabajo de los periodistas en las redacciones que elaboran contenidos para múltiples medios: prensa, radio, televisión, Internet y otros. El estudio explora los procesos de cambio en las prácticas periodísticas y el flujo de trabajo en las redacciones de seis empresas de comunicación en tres países. Los resultados plantean la existencia de tres modelos diferentes de convergencia de redacciones: el de integración plena, el de colaboración entre redacciones y el de coordinación de soportes aislados, cada uno con sus propios rasgos configuradores. Aunque ninguno de los modelos propuestos existe de forma pura y ninguna de las compañías analizadas cumple totalmente los requisitos de cada uno, buena parte de las experiencias de integración marcan distintos grados de desarrollo empresarial y polivalencia periodística.

Die deutschsprachige Version und die englischsprachige Version legen inhaltlich unterschiedliche Akzente, fassen aber natürlich auch die Kernergebnisse unseres transnationalen Forschungsprojekts zusammen.

Am 3. und 4. Dezember 2009 werden wir die Ergebnisse des Forschungsprojekts mit Chefredakteuren österreichischer Tageszeitungen bei einem Workshop in Innsbruck diskutieren.

Wissenschaftliche Mitarbeiter(innen) gesucht

Am Institut für Journalistik sind mehrere Mitarbeiterstellen ausgeschrieben – für Forschung und Lehre. Neben meinen Kollegen Susanne Fengler (eine Ausschreibung) und Michael Steinbrecher (zwei Ausschreibungen) suche ich nach zwei neuen Mitarbeitern/innen: In einer Stelle geht es um die Leitung und Koordination der Lehrredaktion Online sowie um die Umsetzung des crossmedialen Newsdesks, der die Lehrredaktionen Print, Radio, TV und online verknüpft (Bewerbungsschluss 11.12.). Die andere Stelle ist im Kontext des Projekts „TV-Lernsender NRW“ ausgeschrieben. Es geht einerseits um eine angewandte Begleitforschung des Projekts im Bereich Crossmedia TV/Internet, andererseits um Grundlagenforschung an der Schnittstelle zwischen Fernsehen und Internet (Bewerbungsschluss 21.12.).

„Journalism Research in the Public Interest“: Podiumsdiskussion und Vortrag auf internationaler Konferenz

Erfahrungen aus meinen anwendungsorientierten Forschungsprojekten darf ich im November auf einer internationalen Konferenz in Zürich/Winterthur präsentieren. Die Organisatoren haben mich für die Podiumsdiskussion eingeladen, bei der ich zusammen mit den Journalistik-Professoren Jay Rosen (New York University), Barbie Zelizer (University of Pennsylvania) und George Terzis (Vrije Universiteit Brussel) zum Thema “Journalism Research in the Public Interest” diskutieren werde. Außerdem wurde mein Abstract zum Thema “Journalism Research as Interactive Innovation Research” aus den Einreichungen für einen Vortrag ausgewählt. Mir geht es bei diesen Rahmenthemen vor allem um den Wissenstransfer zwischen Journalismusforschung und Gesellschaft – speziell den Transfer zwischen Forschung und Journalisten/Redaktionen. Die Methodologie, die ich dafür entwickelt und getestet habe, bezieht Journalisten und Redaktionen von Anfang an in einen interaktiven und dialogischen Forschungsprozess ein.

Die Konferenz ”Journalism Research in the Public Interest” vom 19. bis zum 21. November 2009 wird organisiert von den “Journalism Studies Sections” der European Communication Research and Education Association (ECREA), der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft (SGKM) und der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und sie wird unterstützt von der Journalism Studies Division der International Communication Association (ICA) und der Journalism Research and Education Section der International Association for Media and Communication Research (IAMCR).